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.Ausgewählte Entscheidungen des Verfassungsgerichtshofes
Der Verfassungsgerichtshof entscheidet jährlich zwischen 5000 und 6000 Fälle.Auf dieser Seite finden Sie ausgewählte Entscheidungen des Gerichtshofes. A l l e Entscheidungen können Sie im Rechtsinformationssystem des Bundes nachlesen. Dort können Sie Entscheidungen auch nach Stichworten und Rechtsvorschriften abrufen.
Vorjahr
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B 504/09 17.12.2009 |
Aktion der FMA zur Datenansammlung verfassungswidrig |
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G 245/09 16.12.2009 |
Antrag von Nationalratsabgeordneten zum Pensionskassengesetz zurückgewiesen
Der Verfassungsgerichtshof hat einen Antrag von Nationalratsabgeordneten, Passagen des Pensionskassengesetzes als verfassungswidrig aufzuheben, zurückgewiesen. Er war in der gestellten Form unzulässig, weil der im Antrag angegebene Umfang der Anfechtung falsch gewählt wurde. Die beantragte Aufhebung würde zum einen zu einem völlig veränderten Inhalt des Gesetzes, zum anderen nicht zur Beseitung der behaupteten Verfassungswidrigkeit führen. Der Antrag - an den der Verfassungsgerichtshof in einem solchen Verfahren gebunden ist - musste daher zurückgewiesen werden. |
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U 957/09 16.12.2009 |
Ausweisung trotz Unionsbürgerrichtlinie? Entscheidung des Asylgerichtshofes aufgehoben
Der Verfassungsgerichtshof hat eine Entscheidung des Asylgerichtshofes aufgehoben, weil dieser die Frage in dem betreffenden Verfahren des Beschwerdeführers nicht geprüft hat, ob hier tatsächlich eine Ausweisung ausgesprochen werden kann, obwohl dies aufgrund der Unionsbürgerrichtlinie nur ín ganz bestimmten Ausnahmefällen erlaubt ist. |
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B 1548/08 B 19/09 16.12.2009 |
Lange Aufenthaltsdauer und Familienleben: Verfassungswidrige Entscheidungen von Behörden
Der Verfassungsgerichtshof hatte sich mit dem Verfahren eines Mannes zu beschäftigen, der seit über 13 Jahren in Österreich lebt, eine Österreicherin heiratete und mit ihr eine Familie gegründet hat. Der Mann stellte 1999 einen Antrag auf eine Aufenthaltsgenehmigung. Dieser wurde 2008 abgewiesen, weil er ihn, so die Behörden, - vereinfacht gesagt - im Ausland hätte stellen sollen. Die Bundesministerin für Inneres hielt daran fest. Die Erteilung eines humanitären Aufenthaltstitels sei nicht gerechtfertigt. |
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A 1/09 11.12.2009 |
Verbilligte Fußballtickets für Frauen: Klage eines Mannes als unbegründet abgewiesen
Der Verfassungsgerichtshof hat die Klage eines Mannes wegen verbilligter Fußballtickets für Frauen als unbegründet abgewiesen. Tatsächlich sei die sogenannte Gleichbehandlungsrichtlinie der EU von Österreich verspätet umgesetzt worden. Der Kläger habe keinen "Schaden aus erlittener persönlicher Beeinträchtigung" geltend gemacht, sondern lediglich die Preisdifferenz zwischen den Fußballtickets für Männer und Frauen. Er habe aber nicht nachgewiesen, dass er bei rechtzeitiger Umsetzung der EU-Gleichbehandlungsrichtlinie tatsächlich einen anderen Preis zahlen hätte müssen. |
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G 222/09 10.12.2009 |
Bundespräsidentenwahl: Habsburg-Anträge unzulässig |
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V 12/09 10.12.2009 |
LKW-Fahrverbot auf B 317 nicht gesetzwidrig
Der Verfassungsgerichtshof hat entschieden, dass die Verordnung, mit der ein LKW-Fahrverbot auf der B 317 zwischen Scheifling und Dürnstein verhängt wurde, nicht gesetzwidrig ist. Der Bezirkshauptmann von Murau ist für eine solche Verordnung zuständig (obwohl die faktischen Auswirkungen des Fahrverbotes über die Grenzen des politischen Bezirkes hinausgehen). Die Behörde hat außerdem ein ausreichendes Ermittlungsverfahren vor der Erlassung des LKW-Fahrverbotes durchgeführt. |
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B 995/09 05.12.2009 |
Entscheidung Agrargemeinschaft Obsteig
Im Fall Obsteig hat der Landesagrarsenat die Entscheidung getroffen, dass bestimmte Grundstücke der Agrargemeinschaft Hauptfraktion Obsteig Gemeindegut sind, andere Grundstücke - auf denen sich auch Teilwälder befinden - kein Gemeindegut sind. |
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B 1973/08 03.12.2009 |
Eintrag ins Geburtenbuch bei Transsexuellen: Behörde handelte verfassungswidrig
Der Verfassungsgerichtshof hat im Zusammenhang mit der Frage von Eintragungen ins Geburtenbuch bei Transsexuellen u.a. festgestellt, dass für Änderungen des Geschlechtseintags im Geburtanbuch "keineswegs eine (genitalverändernde) Operation Voraussetzung ist". Außerdem handelt eine Behörde verfassungswidrig, wenn sie meint, dass der bzw. die Betroffene Gutachten zu dieser Frage vorzulegen hat. Die Behörde selbst ist verpflichtet, den relevanten Sacherverhalt zu klären. |
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W I-6/09 03.12.2009 |
Anfechtung der Landtagswahl Oberösterreich nicht erfolgreich |
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U 431/08 30.11.2009 |
Asylgerichtshof ignoriert Frage der Zwangsverheiratung und Zwangsbeschneidung - Entscheidung verfassungswidrig
Der Verfassungsgerichtshof hat eine Entscheidung des Asylgerichtshofes aufgehoben, weil dieser die Frage einer drohenden Zwangsverheiratung und Zwangsbeschneidung überhaupt nicht überprüft hat. |
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B 828/09 08.10.2009 |
Untersagung von Postamtschließungen: Vorgangsweise der Ministerin nicht verfassungswidrig
Die Vorgangsweise der zuständigen Bundesministerin, Postamtschließungen (für einen gewissen Zeitraum) zu untersagen, ist in Hinblick auf das öffentliche Interesse nicht verfassungswidrig. |
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G 127/08 B 776/09 01.10.2009 |
Nichtraucher-Schutz: Keine Bedenken des Verfassungsgerichtshofes |
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G 54/09 29.09.2009 |
Keine Verrechnungsmöglichkeit für Nicht-Wien-Patienten: Verfassungswidrig
Aus Anlass des Streits um die Finanzierung des Wiener Hanusch-Krankenhauses hat der Verfassungsgerichtshof entschieden: Es ist verfassungswidrig, dass es keine Verrechungsmöglichkeit für Nicht-Wien-Patienten gibt. |
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B 367/09 29.09.2009 |
Straf-Bescheid wegen unzulässiger Verwendung des Bundeswappens aufgehoben
Der Verfassungsgerichtshof hat einen Straf-Bescheid wegen unzulässiger Verwendung des Bundeswappens als verfassungswidrig aufgehoben. Der Beschwerdeführer - er hatte sich anlässlich der Fußball-EM kritisch damit auseinandergesetzt und dafür auch den Bundesadler in umgestalteter Form verwendet - wurde in seinem Recht auf Freiheit der Meinungsäußerung verletzt. |
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G 165/08 u.a. 24.09.2009 |
Pensionserhöhung 2008 nicht verfassungswidrig |
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G 80/09 V 22/09 24.09.2009 |
Nebengebühren für Bundesbeamte müssen neu geregelt werden |
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B 1824/08 02.07.2009 |
Überstellung von Asylwerbern nach Traiskirchen: Entscheidung des UVS Kärnten verfassungswidrig
Der Unabhängige Verwaltungssenat hat Beschwerden von Asylwerbern, die von Kärnten nach Traiskirchen überstellt wurden, als unzulässig zurückgewiesen. Der UVS meinte, bei dieser Aktion sei keine Befehls- und Zwangsgewalt ausgeübt worden, die Asylwerber hätten freiwillig daran teilgenommen. Die Entscheidung des UVS Kärnten ist verfassungswidrig. |
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G 31/08 G 147/08 G 148/08 01.07.2009 |
Keine Grundlage für erweiterte Speicherung von Handy- und Internetdaten |
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V 29/09 V 30/09 26.06.2009 |
e-voting bei ÖH-Wahl: Erste Individualanträge zu unpräzise
Der Verfassungsgerichtshof hat erste Individualanträge gegen den Einsatz von e-voting bei der Hochschülerschaftswahl als unzulässig zurückgewiesen. Die Anträge waren zu unpräzise. Über einen weiteren Antrag zu diesem Thema wurde noch nicht entschieden. |
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A 2/08 24.06.2009 |
Staatshaftungsklage zurückgewiesen
Der Verfassungsgerichtshof hat die Staatshaftungsklage gegen die Republik in Sachen AMIS-Konkurs als unzulässig zurückgewiesen. |
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G 5,6/09 u.a. 22.06.2009 |
Bestimmungen in der Tiroler Landesabgabenordnung verfassungswidrig
In der Tiroler Landesabgabenordnung wurde festgelegt, dass eine EuGH-Entscheidung einen Grund für die Wiederaufnahme bereits rechtskräftig abgeschlossener Verfahren (in den Anlassfällen: zur Getränkesteuer) bietet. Eine solche Bestimmung ist verfassungswidrig. |
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B 2005/08 16.06.2009 |
Ex-Board of Directors von MEL: Behandlung der Beschwerden abgelehnt
Der Verfassungsgerichtshof hat die Behandlung der Beschwerden von ehemaligen Board of Directors-Mitgliedern bei Meinl European Land (MEL) abgelehnt. Für die aufgeworfenen Fragen waren zum einen keine spezifisch verfassungsrechtlichen Überlegungen anzustellen, zum anderen wurde erkannt, dass es keine hinreichende Aussicht auf Erfolg gibt. |
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G 164/08 12.03.2009 |
VfGH verlangt Reform bei Warnmeldungen der Finanzmarktaufsicht
Die Notwendigkeit von sogenannten Warnmeldungen der Finanzmarktaufsicht vor drohenden illegalen Geschäftspraktiken ist für den Verfassungsgerichtshof unbestritten. Die derzeitigen Regelungen dazu sind jedoch verfassungswidrig und müssen reformiert werden. |
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B 434/08 12.03.2009 |
ORF-Diskussionssendungen: Kein "Anspruch" einer politischen Partei auf Einladung
Der Verfassungsgerichtshof hat eine Beschwerde der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) betreffend Einladungspolitik des ORF zu Diskussionssendungen als unbegründet abgewiesen. Es gibt keinen Anspruch einer politischen Partei auf eine Einladung des ORF zu einer bestimmten Diskussionssendung. |
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G 149/08 u.a. 11.03.2009 |
EU-Vetrag von Lissabon: Anträge zurückgewiesen
Der Verfassungsgerichtshof hat, erneut, Anträge gegen den EU-Reformvertrag zurückgewiesen: Wie schon in einem anderen Verfahren geklärt, kann der EU-Vertrag erst nach Kundmachung angefochten werden. Dies ist derzeit nicht der Fall. |
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V 50/07 04.03.2009 |
Pauschales Verbot von "nicht ortsfesten Plakatständern" in Klagenfurt gesetzwidrig
Der Verfassungsgerichtshof hat eine Verordnung des Klagenfurter Gemeinderates als gesetzwidrig aufgehoben, mit der großräumig "nicht ortsfeste Plakatständer" verboten wurden. Dieses Verbot wurde jedoch zu pauschal und undifferenziert mit dem Ortsbildschutz begründet. |
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G 160/08 27.02.2009 |
Tiroler Schischulgesetz nicht verfassungswidrig |
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G 128/08 u.a. 26.02.2009 |
Kinderbetreuungsgeld: Kompliziert, aber nicht verfassungwidrig |
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G 158/08 26.02.2009 |
"Gebühren für Rechtsgeschäfte" bei gewissen Umständen verfassungswidrig |

